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Nichts hält sie auf.
"Was soll ich denn da -- da kenn' ich doch keinen!" Das Zitat stammt nicht, wie man denken könnte,
vom Niederrheiner Hans-Dieter Hüsch, der im übrigen zu den meistgehörten Hauspoeten am Friedhofsweg
gehörte. Man mag es angesichts der zahlreichen, oft interkontinentalen Ausflüge von Horst und
Elisabeth heute kaum glauben, aber es war unser Vater, der diesen Spruch als Kommentar zu jeglicher
Reiseidee in Stellung brachte. Außer Solingen und Vellern war von der genannten und unbestreitbaren
Tatsache lediglich ein kleines Dorf im nordwestlichen Irland ausgenommen.
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Inzwischen allerdings
ist das nicht mehr wahr: Sie fahren nach Seattle, um alte Freunde zu treffen, machen mit anderen
alten Freunden Ferien in Nordfinnland und Norwegen oder verbringen Kurzurlaube in Holland, Belgien
und der Schweiz bei -- ebenfalls guten Freunden. Oder sie fahren nach München oder Berlin, um Teile
ihrer Familie zu treffen.
Auch in Italien werden sie in diversen Herbergen gleich mit Namen begrüßt
und man hört, dass sie auch in den Arabischen Emiraten nicht mehr fremd sind. Und wenn man, wie in
Honkong oder Dresden, tatsächlich noch niemanden kennt, dann nimmt man einige gute alte Freunde mit
und amüsiert sich umso mehr.
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Im Vertrauen gesagt: das ist noch längst nicht alles, auch wenn man Griechenland, Marocco, Sri Lanka, Tunesien, Ägypten, Mexiko, Brasilien und die USA mitzählt. Über diese Reisetätigkeit, die einem Bruce Chatwin zur Ehre gereicht hätte hinaus, gibt es noch weitere und exotischere Abstecher zwischendurch: Nicht selten berichtet Elisabeth mit einem leicht schamanistischen Lächeln am Morgen beim Müsli, über ihre nächtlichen Reisen, die so manche wache Erlebnisse in den Schatten stellen.
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